Das perfekte Chaos Das, was geordnet ist, ist das Chaos

Losgelöst!

Wie in aller Welt bekommen wir das verpackt - oder verschenkt, oder abgeholt, oder... Vor allem rechtzeitig! Auch wenn wir unseren Aufenthalt in Berlin wegen der Krise um einen Monat verlängert hatten, so kam das Signal zum Aufbruch ...

... in der Woche vor Pfingsten. Aber alles der Reihe nach. Und von vorne.

Die Matte, die nicht vom Boden weg will

Es fing deutlich an, dass wir die Berufung spürten, etwas anderes zu machen. Ihr erinnert Euch an die Geschichte vom Teich Bethesda? Jesus heilt da einen kranken Menschen und spricht zu ihm: "Nimm deine Matte auf und geh!" Es war vor zwei Jahren in Israel, wo dieser Bericht aus der Bibel an Bedeutung gewann. Als ob Jesus zu mir sprach, "Nimm deine Matte und mach was anderes - für mich." Ich merkte recht schnell, dass das nicht so einfach war. Das Ding klebte am Boden fest. Unser etabliertes Leben in Berlin.

Ich glaube, Jesus hat das auch gesehen. Nicht lange nach unserer Rückkehr flog im Keller unseres Mietshauses ein Stopfen von der Frischwasserleitung weg - und insgesamt wurden anschließend ca. 80.000 Liter Wasser ausgepumpt. Da blieb kein Keller trocken, unserer auch nicht. Vieles war nicht mehr brauchbar und musste weggeworfen werden. Auch in meiner Kiste mit theologischen Büchern sog sich das Wasser hoch. Ich sagte damals zu Evelyn: "Ich glaube, das ist der erst Schubser von Gott, dass wir woanders etwas machen sollten. Und," seufzte ich, "meine Theologie muss ich jetzt wohl auch überarbeiten.

Es ergab sich die Möglichkeit, mit CFI in den Entwicklungsdienst zu gehen und wir lösten unseren Haushalt gezielt weiter auf. Da merkten wir erst, wieviel Zeugs sich angesammelt hatte. Und es war gar nicht so leicht, das zu verteilen. Ganz besonders in der Corona-Krise war es eine Herausforderung, fremde Hilfe zu engagieren. Manchmal fühlten wir uns blockiert - von den Beschränkungen wie auch von den eigenen Bedenken. Natürlich war es anstrengend, aber schlußendlich griff eines ins andere, zwar nicht optimal, aber doch zufriedenstellend.

Die Super-Maler-Truppe Die Super-Ma(le)rio-Truppe (Fotos: Evelyn und Alexander Breitenbach)

Das Super-Mario-Maler-Team

Bei aller Packerei blieb noch eine Aufgabe für uns: das Anstreichen der Wände unserer Wohnung. Ursprünglich wollte ich das beauftragen, aber die Krise machte einen Strich durch die Rechnung. Selber machen. Das überforderte uns aber. Wir fragten im Bekanntenkreis. Tobias, mein Sohn und Natalie und Max sagten zu. Tobias schaffte es zu meinem Erstaunen, die Wände gleichmäßig zu rollen (Habe ich nicht hinbekommen), und Natalie und Max waren schnell und gut! Vielen Dank Euch Dreien! Unseren Dank auch an die vielen anderen, die uns aushalfen.

Letzte Arbeiten Endlich fertig!

Wir lösen uns. Von unserem Zuhause

Fertig. Alles verteilt, alles sauber, alles weiß! Die Wohnungsübergabe lief sehr gut und der Mietwagen fiel größer und schöner aus, als wir ihn reserviert hatten. Gott ist doch gut! Am Dienstag nach Pfingsten sind wir in unseren neuen Lebensabschnitt gefahren, die Vorbereitungen für unseren Einsatz.

Alexander Breitenbach

Entwicklungshelfer in Vorbereitung (Berater für Medien und Öffentlichkeitsarbeit)